Meine bisher größten Fehler beim Wandern und Tipps zum Verbessern

Vorwort

Irgendwann kommt einem einfach die Idee in den Kopf , eine längere Wanderung zu unternehmen oder sich selbst mal, eine Auszeit zu gönnen. Dies ist natürlich eine wundervolle Idee, aber auch dabei, macht man gerne schon einige Fehler. Hier möchte ich Euch gerne einige meiner eigenen Erfahrungen aufzeigen, damit Ihr eben diese Fehler nicht begeht.

1 – Es zu schnell angehen

Von meiner Idee, bis zur ersten Wanderung auf meinem Jakobsweg, hatte ich recht wenig Zeit mit den Vorbereitungen verbracht, da ich dachte, dass alles schon gut werden würde.

Dies stellte sich im Nachhinein schon als großer Fehler heraus.

Man sollte sich einfach die Zeit nehmen, die man selbst benötigt um solch eine Reise zu Planen und nicht alles flott, flott angehen.

Natürlich wusste ich, dass ich vorher Trainieren muss, um diese weiten Strecken zu meistern. Also lief ich alle 3 Tage bei uns im Wald meine ca 5-10 Kilometer um mich Vorzubereiten. Dies aber ohne Gepäck auf meinen Schultern. Somit konnte ich mich weder an das Gewicht, noch auf das Gefühl einstellen, einen schweren Rucksack die ganze Zeit über zu Tragen.

Fazit: Lauft vorher mit eurem gepacktem Rucksack schon mehrere Kilometer am Tag und nicht nur 2 mal die Woche 😉

2 – Wanderschuhe

Ich wusste, dass ich richtige Wanderschuhe für die lange Reise benötigen würde, also ging ich in ein Sportgeschäft. Ich ließ mich beraten und kaufte mir anschließend Wanderschuhe in Form von Turnschuhen. Dies lag aber auch daran, dass ich dem freundlichen Verkäufer nicht gesagt hatte, wie meine Route verläuft und wie die Wegebeschaffenheit wäre. Deshalb ging er davon aus, dass ich nur bei uns ne kleine Runde im Wald Drehen wollen würde. nach 3 Tagen hatte ich somit erhebliche Probleme auf meiner Wanderung, da diese Schuhe gar nicht für die Felsigen Wege gemacht wurden.

Fazit: Erkundigt euch vorher, wie euer Streckenverlauf ist, um die passenden Schuhe zu erwerben.

3 – Das falsche Gewicht

Mit zu großem Rucksack auf dem Rücken unterwegs

Auf meiner ersten Tour hatte ich einen sehr großen Rucksack genutzt, da ich dachte, dass ich so viel Zeugs mit mir herumtragen müsste. Diesen Fehler, habe ich sehr schnell zu spüren bekommen. Er war am Anfang fast 18kg schwer und dies ohne die Getränke. Von Tag zu Tag merkt man doch, dass man die Hälfte seiner mitgenommenen Klamotten überhaupt nicht wirklich benötigt und dies eher Luxus ist. Also schaut Euch bitte vorher eine ordentliche Packliste an und nehmt wirklich nur das Notwendigste mit. Wiegt zwischendurch den Rucksack und lauft mal einen Tag damit Zuhause und in eurer Umgebung damit Wandern 😉

Fazit: Weniger ist mehr. Die meisten empfehlen ein insgesamt Gewicht von 10% deines Körpergewichtes. Also sortiert ordentlich vorher aus.

4 – Übernachtungen

Ich habe vorher versucht, so viel wie möglich im Vornherein zu klären, wann ich wo schlafen kann und wie weit meine Tagesetappen gehen. Für manche ist dies der Perfekte Weg. Für mich leider nicht, wie sich herausgestellt hatte. Ich habe zu lange im Vorfeld schon mit den Pensionen gesprochen und teilweise haben diese mich einfach vergessen oder hatten Doppelbuchungen. Bei der zweiten Tour habe ich aus dem Grund extra mein Zelt und so mitgenommen, nur habe ich mich nicht schlau gemacht, wo überall Campingplätze sind.

Fazit: Ruft 3-4 Tage vorher nochmal in eurer Pension an und erkundigt euch, ob dies noch alles Sicher steht. Des weiteren schaut vorher nach, wo überall Zeltplätze vorhanden sind.

5 – Überschätze dich nicht

Ich ging jeden Tag von knapp 30 Kilometern aus in meiner Planung und habe (um mich ab und zu etwas auszuruhen) manche Tage mit 20-25 Kilometern geplant. Da aber jeder Tag eine ganz andere Beanspruchung vorgewiesen hat, kam ich manchmal weiter als geplant, aber meistens eben nur halb so weit.

Fazit: Plant kürzere Strecken und auch die Besichtigungen zeitlich mit ein. Gönnt euch auch mal einen ganzen Tag Ruhe, um euch die Städte anzuschauen und euch auszuruhen.

6 – Finanzierung

Meine schlimmste Fehleinschätzung auf meiner Reise, waren eindeutig die Preise. Plant lieber immer mehr Geld ein, sodass Ihr euch unterwegs auch etwas besorgen könnt, was Ihr vergessen habt einzupacken. Aber auch für die Umbuchungen der Übernachtungen muss immer ausreichend Geld vorhanden sein. Es mag ja sein, dass man in Spanien auf dem Camino, mit nur 35 Euro am Tag inklusive Essen und Übernachtung auskommen kann. Aber dies ist in Deutschland leider nicht so einfach. Natürlich kann man viel Geld hier in Deutschland durch die arten des Übernachtens einsparen. Möchtest du in ein Hotel, eine Pension oder doch einfach nur Zelten? Da liegen schon echte Welten zwischen.

Schlusswort

Natürlich gab es noch viel mehr Fehler, die ich begangen habe, aber dies waren so die größten 😉

Lasst Euch aber niemals von Eurem Weg abbringen und lauft weiter 😉
Euer Wanderwolf

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