Metz – St. Eucharius Kirche

Metz - Église Saint–Eucaire

Der älteste Glockenturm von Metz: Geschichte und Bedeutung der St. Eucharius Kirche

Vorwort

Die St. Eucharius Kirche, eine historische Kirche in Metz, wurde zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert erbaut. Sie befindet sich an der Stelle einer früheren Kirche gleichen Namens, die erstmals 944 erwähnt wurde. Der Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert ist zweifellos der älteste der Stadt und zeichnet sich durch sein massives, quadratisches Aussehen und die romanischen Öffnungen auf jeder Seite aus.

Geschichte

Ursprünge und Bauphasen

Die ursprüngliche Kirche St. Eucharius wurde 944 erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Kirche wurde zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert errichtet, was eine bedeutende Bauzeitspanne darstellt. Der Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert diente bis zum Bau der Kathedrale im Jahr 1220 als städtischer Glockenturm.

Metz - Église Saint–Eucaire

Mittelalterliche Erweiterungen

Aus dieser Zeit stammt auch die Kirchengruft. Im 15. Jahrhundert wurden die Esch-Kapelle und die St.-Nikolaus-Kapelle erbaut, beide im extravaganten gotischen Stil mit prächtigen Dekorationen. In der Eschkapelle befindet sich eine polychrome Pietà aus dem 14. Jahrhundert sowie eine Skulptur aus dem Jahr 1439, die die heilige Veronika darstellt.

Pieta aus dem 14. Jahrhundert

Architektur

Der Glockenturm

Der Glockenturm der St. Eucharius Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist der älteste seiner Art in Metz. Mit seinem massiven, quadratischen Aussehen und den romanischen Öffnungen auf jeder Seite stellt er ein bemerkenswertes Beispiel romanischer Architektur dar. Der Turm diente nicht nur als Glockenturm, sondern auch als Zeichen der Verteidigung und Stabilität der Kirche.

Kirchenschiff, Querschiff und Chor

Das Kirchenschiff, das Querschiff und der Chor sind im gotischen Stil gehalten und stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Das Kirchenschiff ist sehr hell und hat große gebrochene Arkaden. Es gibt massive Säulen mit mit Blattwerk verzierten Kapitellen. Das älteste architektonische Zeugnis des Gebäudes sind Säulen mit spätromanischen Kapitellen. Die Vierung des Querschiffs ist sterngewölbt, wie viele gleichzeitig erbaute Kirchen.

Metz - Église Saint–Eucaire

Wandgemälde und Skulpturen

Die Kirche St. Eucharius ist dem Heiligen Eukaire gewidmet, dem ersten Gründungsbischof der Kirche von Trier, von der Metz abhängig war. Im Chor befinden sich Wandgemälde aus dem 16. und 19. Jahrhundert, die die Heimsuchung, die Anbetung der Heiligen Drei Könige, die Grablegung und die Entschlafung der Jungfrau darstellen. Zwei der bemerkenswertesten Wandgemälde stammen aus dem 15. Jahrhundert und sind Ölgemälde im menschlichen Maßstab, die die „Entschlafung der Jungfrau“ und die „Grablegung“ darstellen. Diese Gemälde wurden 1853 im südlichen Querschiff unter einer Tünche entdeckt und um 1858 vom Metzer Maler Charles-André Malardot restauriert. Ein weiteres Gemälde, das sich an einer Säule im Chor befindet, stellt den Heiligen Clemens dar, der den Graoully an der Leine hält, und stammt aus dem Jahr 1526.

Entschlafung der Jungfrau
Grablegung Christi

Buntglasfenster

Die Buntglasfenster stammen aus dem Jahr 1863 und wurden von Laurent Charles Maréchal und Charles François Champigneulles angefertigt. Sie stellen verschiedene Heilige dar und tragen zur beeindruckenden Lichtstimmung im Inneren der Kirche bei.

Metz - Église Saint–Eucaire

Weitere Buntglasfenster

Eingangsportal

Das Eingangsportal im Außenbereich ist im spätgotischen Stil gehalten und stammt aus dem Jahr 1474. Es ist eine der schönsten Schöpfungen von Claus de Ranconval. Das Portal ist relativ schmucklos, aber sehr massiv und bietet eine beeindruckende Aussicht.

Metz - Église Saint–Eucaire

Bedeutung und Symbolik

Die St. Eucharius Kirche ist nicht nur ein architektonisches Denkmal, sondern auch ein Zeugnis der religiösen und kulturellen Geschichte von Metz. Sie repräsentiert die verschiedenen politischen und kulturellen Einflüsse, die die Stadt im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben. Als eine der ältesten Kirchen von Metz bleibt sie ein wichtiger Bestandteil des kulturellen und spirituellen Erbes der Stadt.

Weitere Bilder

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