Die Burg Eltz

Vorwort

Ein tolles Bild der Burg Eltz
Burg Eltz (Bild Pexels by Andreas -)
Eine der am meisten Fotografierten und auch besuchten Burgen in Deutschlands befindet sich entlang der Mosel am Eltzbach. 
Natürlich ist hiermit die Burg Eltz gemeint. 
Diese liegt auf einem alten Handelsweg und verband das Maifeld mit Orten die weiter im Westen gelegen haben. 
Ein jeder wird diese Burg wohl schonmal auf einer Postkarte oder dergleichen gesehen haben. 
Faszinierend ist, dass bis heute noch die Nachkommen der Familie Eltz in dieser Burg leben und sich um dieses wunderschöne Bauwerk kümmern und es Erhalten.

Geschichte

Die ersten Nachweise, einer befestigten Burg stammen aus dem Jahre 1157. Dies kann man einer Urkunde von Kaiser Friedrich I entnehmen, unter der auch Rudolf von (der Burg) Eltz unterschrieb. 
Auf einem fast 70 Meter hohem Felskopf, wurde dieses Bauwerk errichtet und wuchs mit den Jahrhunderten stetig in die Höhe.
Die Familie Eltz teilte sich um das Jahr 1268 in 3 Familien auf, aber für die Burg war es als Bauwerk, wie wir es kennen, genau das Richtige.
Es bestanden Laut Wikipedia (2) diese drei Familien:
  • den Eltz-Kempenich, genannt „Eltz vom goldenen Löwen“,
  • den Eltz-Rübenach, genannt „Eltz vom silbernen Löwen“ sowie
  • den Eltz-Rodendorf, genannt „Eltz von den Büffelhörnern“
Blick auf die Burg Eltz
Blick auf Burg Eltz

Aufbau der Burg und Verteilung der Häuser

Wie man hier erkennen kann, ist die Burg in mehre Abschnitte und Bereiche eingeteilt. 
Der älteste Teil dieser Anlage (A) ist der Bergfried aus dem 12. Jahrhundert. Dieser stand schon vor der Teilung.
Weiter erkennt man die drei unterschiedlichen Häuser der einzelnen Familien. 
Die roten Flächen zeigen und das Haus von Eltz-Kempenich. 
Die blauen Flächen zeigen das Haus der Familie Eltz-Rübenach und zu letzt die gelben Flächen das Haus der Familie Eltz-Rodendorf.
Dies ist eine Darstellung nach: Franz Bock, Rheinlands Baudenkmäler des Mittelalters (1875)
Blick auf die Burg Eltz
Blick auf die Burg Eltz
Ihre Zweitnamen (da man im Mittelalter meist Doppelnamen nutzte) erhielten diese Personen, durch Ihre Partnerinnen. Denn diese stammten aus dem Hause: Kempenich, Rübenach und Rodendorf. 
Aufgrund dieser Teilung, entstand eine Garnerbengemeinschaft auf dieser Burg. Dies bedeutet, dass die Herren des Hauses Eltz, nur gemeinsam über den Grundbesitz verfügen durften. Aus diesem Grund, ließ jeder der drei Familien, für sich ein eigenes Wohnhaus innerhalb dieser Burganlage errichten. Diese Häuser tragen heute noch den Namen der jeweiligen Familie, die dort drin gelebt haben. 
Durch den Verkauf seines Anteils der Familie Eltz-Rübenach im Jahre 1815 und dem zu vorigen Verkauf der Familie Kempenich, übernahm die Linie der Familie Eltz-Rübenach, die gesamte Burg bis heute. 

Schutz durch den Rang

Durch den Pfälzer Erbfolgekrieg (1688-1689), wurden unzählige Burgen in Deutschland, dem Erdboden gleichgemacht. 
Durch den Rang von Hans-Anton zu Eltz-Üttingen, der gleichzeitig ein ranghoher Offizier im französischen Heer war, konnte man diese Burg schützen und weiterhin Erhalten.
Währen der französischen Herrschaft am Rhein von 1794 bis 1814 wurde Graf Hugo Wilhelm zu Eltz als Emigrant behandelt. Er verschwand und man ging davon aus, dass dieser Herr Ausgewandert sei. Ab diesem Moment wurde dieses Bauwerk unter das Kommando von Koblenz gestellt.
Es stellte sich später heraus, dass Graf Hugo aber kein Emigrant war, sondern sich in Mainz aufhielt. Durch sein Wiederkehren, gelangte auch die Burg wieder in seinen Besitz. Im Jahre 1815 wurde er durch den Erwerb des Hauses Rübenach zum alleinigen Besitzer von Burg Eltz.  
Blick auf Burg Eltz
Bild auf Burg Eltz - Pexels

Von Bränden und Sanierungsarbeiten

Im 19. Jahrhundert ließ Graf Karl zu Eltz die Anlage Restaurieren und achtete vor allem darauf, dass die Burganlage keine starken Veränderungen bekam, sondern setzte sich vollkommen dafür ein, dass diese ihren Baustil und ihr Aussehen beibehielt.  
Seitenanblick Burg Eltz
Im Jahre 1920 zerstörte ein Brand, weite Teile des Hause Kempenich. Besonders betroffen waren dabei das Archiv und die Kapelle. 
Sofort wurde mit der Wiedererrichtung dieses Teils begonnen um 1930 Abgeschlossen. 
In den Jahren von 2009 bis 2012 fanden umfangreiche Sanierungs- und Restaurationsarbeiten in dieser Burg statt. Dies lag vor allem daran, dass die Wände sich auseinander gedrückt haben mit den Jahrhunderten. Der Vorbau des Kendenicher Hauses wurde statisch gesichert und fast alle Schieferdächer wurden dabei erneuert. Gleichzeitig wurden die Dachstühle von Holzschädlingen befreit und die Dachwerke überarbeitet um diese für die Zukunft auch statisch zu schützen. 
Im inneren wurden die Heizungs- und Sanitäranlagen erneuert und der historische Putz wiederhergestellt. Aber auch die Fachwerkgebilde wurden Restauriert und die Spindeltreppe wieder Restauriert.
Seitenanblick Burg Eltz
Seitenansicht der Burg

Besitzer im Laufe der Zeit

Nach einer Auflistung von Wikipedia:
hierbei handelt es sich nur um die Linie der heutigen Besitzer.
Insofern ist die „Liste der Burgbesitzer“ nicht vollständig, da die jeweils anderen Stammeslinien hierbei fehlen.
  • Rudolf von Eltz
  • Elias von Eltz
  • Peter von Eltz (* um 1210)
  • Elias von Eltz (* um 1250)
  • Werner von Eltz (* um 1290)
  • Peter III. von Eltz (* um 1310)
  • Richard II. von Eltz (* um 1335)
  • Peter V. von Eltz gen. von Isenburg (* um 1355)
  • Richard III. von Eltz (* um 1370; † 4. Oktober 1423)
  • Johann VII. von Eltz (* um 1410; † 4. Dezember 1480)
  • Johann VIII. von Eltz (* um 1445; † 1508)
  • Johann von Eltz (* um 1460; † 1517)
  • Johann von Eltz (* um 1495; † 4. November 1547)
  • Georg von Eltz (* um 1530; † 1562)
  • Johann Reichard von und zu Eltz (* 31. Mai 1555; † 1606)
  • Johann Anton, Edler Herr von und zu Eltz (* 1595; † 2. September 1671 in Koblenz)
  • Johann Jacob, Freiherr von und zu Eltz (* 25. Januar 1636)
  • Karl Anton Ernst Damian Henrich, Graf von und zu Eltz (* 25. Mai 1671 in Kempenich; † 19. Juli 1736 in Koblenz)
  • Anselm Casimir Franz, Graf und Edler Herr von und zu Eltz gen. Faust von Stromberg (* 27. Juni 1709 in Koblenz; † 25. Januar 1778 in Mainz)
  • Hugo Philipp, Graf von Eltz gen. Faust von Stromberg (* 1. Februar 1742 in Mainz; † 20. November 1818 in Koblenz)
  • Johann Philipp Jakob, Graf von Eltz gen. Faust von Stromberg (* 5. Mai 1779 in Bingen oder Mainz(?); † 22. April 1844)[9]
  • Karl, Graf von Eltz gen. Faust von Stromberg (* 29. Januar 1823 in Aschaffenburg; † 26. Mai 1900 in Vukovar)
  • Johann Jakob Peter August Johann-Nepomuk, Graf von Eltz (* 13. Februar 1860 in Vukovar; † 22. Juni 1906 ebenda)
  • Karl, Graf von Eltz (* 17. Juli 1896 in Eltville; † 21. August 1922)
  • Jakob, Graf von Eltz (* 22. September 1921 in Kleinheubach; † 10. Februar 2006 in Eltville)
  • Karl, Graf von Eltz (* 1. Mai 1948 in Eltville)
  • Jakob, Graf von Eltz

Quellenangaben

  1.  Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band 1; Nr. 599 und 567
  2. ↑ Hochspringen nach:a b c „Adel verpflichtet – Eine adlige Familie im Wandel der Zeiten“. (PDF; 168 kB) Abgerufen am 27. September 2012 (Triangelis-Artikel Nr. 27 vom 8. Juli 2010).
  3.  Burg Eltz: Geschichte burg-eltz.de
  4.  Albert Hofmann: Burg Eltz (Teil 1)Deutsche Bauzeitung 1920, Heft 84, S. 405/406, 407. Und Burg Eltz (Teil 2), Heft 85, 1920, S. 409.
  5.  Jens Friedhoff: Burg Eltz bei Moselkern. Anmerkungen zu Brandzerstörung und Wiederaufbau der Burg 1920 bis 1930. S. 443–464. Aufsatz in einem Jahrbuch. Referenz ist im Literaturverzeichnis nachgewiesen.
  6.  Burg Eltz wird umfassend restauriert monumente-online.de, Dezember 2010.
  7.  Burg Eltz erhält zwei Millionen Euro aus Konjunkturpaket II Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 1. Juni 2012 (archivierte Webseite).
  8.  Herausragendes Denkmal – Gräflich Eltz’sche Kastellanei wird Preisträger in Rheinland-Pfalz/Saarland Laudatio zur Ehrung als Preisträger Großer Preis des Mittelstandes
  9.  War der Bruder Emmerichs, der der erste Sohn Hugos war. Emmerichs einziger Sohn aus zweiter Ehe verstarb jedoch zu früh.
  10.  Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Mayen-Koblenz (PDF; 1,7 MB), Koblenz 2013.

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