Osann Monzel nach Trier Ehrang

Ehrang St Peter
Heidenstuben
Pilgerstein
Landwehrkreuz

Entlang des Jakobsweges: Eine Wanderreise durch die Moselregion

Zwei weitere Tage der spannenden Reise auf dem Mosel-Caminos

Schon früh am morgen stand ich auf und wurde von meiner tollen Gastgeberin schon im Frühstücksraum empfangen. Sie war einfach so freundlich und hatte schon den Tisch gedeckt und Kaffee aufgesetzt gehabt. Nachdem ich gefrühstückt hatte und mir ein paar Brote für den weiteren Weg geschmiert hatte, verabschiedete ich mich und ich zog weiter.

Schnell führte mich mein Weg schon wieder über Weinfelder einen Hang hinauf in Richtung Wald. Links von mir hatte ich eine hervorragende Aussicht auf die Mosel und rechts von mir lag direkt der Wald aus dem man den ganzen Morgen über Vogelgezwitscher hörte und somit wieder schnell seine eigene Ruhe finden konnte. Somit startete der Tag vollkommen tiefenentspannt und gemütlich.

Pavilon Klausen Klostergarten

Ich bog in den Wald hinein und folgte diesem Weg noch ein paar Kilometer bis ich schließlich an der Minheimer Schutzhütte angekommen war. Ich nutzte diesen Moment um mich nochmal ein wenig auszuruhen bevor ich meinen Weg fortführte. Mein Weg führte mich entlang des Höhenweges weiter durch Wald und Wiesen bis ich meine erste Aussicht auf meinen ersten Punkt auf meiner Reise erhaschen durfte. Es war die Stadt oder eher gesagt das Dorf Klausen. Schon von weitem erblickte man die Wallfahrtskirche von Klausen. Somit wusste ich immer wo ich hin musste. Es war eine wunderschöne Kirche und sie lud mich sofort zum verweilen ein. Natürlich besichtigte ich als aller erstes dieses wunderschöne sakrale Bauwerk mit seiner beeindruckenden Geschichte und Architektur.

Wallfahrtskirche Klausen

Tierische Begegnungen

Ich verließ diese Kirche und gelangte sogleich in den alten Klostergarten der direkt daran angeschlossen war. Kein Mensch war zu sehen und es war noch ruhig. Doch dies war nur von kurzer dauer, denn ich wurde von einer Ziege begrüßt, die gemütlich vor mir Stand und Gras gefuttert hatte. Sie trug ein Halsband und ich wunderte mich woher sie plötzlich gekommen war. Doch in dem Moment erfuhr ich auch schon, zu wem sie gehörte. Ein Anwohner aus dem alten Pfarrhaus kam hinaus und wir unterhielten uns eine längere Zeit. Der Herr ging mit mir eine Runde durch den Garten und erklärte mir sehr vieles über diesen Ort und seinem Aufbau der Gebäude und wie es wohl früher ausgesehen haben muss. Als wir fertig waren und ich durch ein altes Mauertor in den Kräutergarten ging, verabschiedeten wir uns und die Ziege bekam von mir noch eine ordentliche Umarmung.

Genau dies sind diese Momente, die man am meisten liebt auf solchen Wanderungen. Leider war es noch zu früh im Jahr, sodass nur sehr wenige Kräuter schon zu erkennen waren. Aber es hatte mit seinen Schieferbeeten einen eigenen Charme, der mich berührte.

Zurück in die Natur

Somit ging ich hinunter in den kleinen Dorfladen. Es war, als wäre ich in einer anderen Zeit angekommen. Es war ein typischer Tante Emma laden mit mini Bäckerei, einer kleinen Sitzecke und einem kleinem Markt um nützliche Dinge zu erwerben. Ich holte mir einen Kaffee und setzte mich in die gemütliche Sitzecke. Sogar einen Pilgerstempel bekam man in diesem laden, was mich sehr erfreute. Ich verabschiedete mich und ging weiter Richtung Krames. Es war mehr als nur ein Katzensprung bis zur nächsten kleinen Dorfkirche, der Kapelle St Blasius. Leider war diese Abgeschlossen, aber ich konnte ein paar wenige Bilder von draußen aus machen. Also beschloss ich meinen Weg weiter zu gehen. Direkt hinter dem Dorfausgang verlief der Jakobsweg wieder einen Hang hinauf in den Wald hinein

Durch Weinberge und Wälder

Immer wieder wechselten sich Wald und Wiesen ab. Es hörte an diesem Tag aber auch einfach nicht auf zu regnen und so langsam war ich auch aufgeweicht, wie ein kleiner Schwamm, der sich mit Wasser vollgesogen hatte. Zum Glück hatte ich ja ordentliche Kleidung dabei und blieb so gut wie trocken. Ich erreichte eine kleine Waldkappe, die man schon von etwas Entfernung durch ihre Farben erkennen konnte. Sie war in Gelb angestrichen und hatte Rote Details. Ich saß mich ein paar Minuten dort hinein und entspannte. Ich genoss richtig den Moment, endlich nicht mehr den Regen ins Gesicht zu bekommen. Immer weiter verlief der Verlauf des Weges durch den schon vollkommen aufgeweichten und matschigen Waldboden. Es dauerte ein Weilchen bis ich endlich wieder aus dem Wald heraustrat, aber sofort hatte ich wieder eine Wunderschöne Aussicht auf die Mosel und den Ort Klüsserath.

Kultur und Geschichte

Ich hatte auch schon eine Übernachtungsmöglichkeit für diesen Ort vorgebucht und machte mich in Ruhe auf den Weg dorthin. Unterwegs bekam ich aber noch die Möglichkeit, mir die Pfarrkirche in Klüsserath anzuschauen. Für mich war mein Tag sehr schnell vorbei, nachdem ich in meiner Herberge angekommen war. Ich ging Duschen und genoss das heiße Wasser. Nach einem ausgiebigen Abendessen legte ich mich auch schon auf die Couch und schließ beim Fernsehen schauen auch schnell ein.

Pfarrkirche Klüsserath

Der nächste Tag

Am morgen des nächsten Tages wurde ich sehr früh wach und schaute aus dem Fenster. Die Sonne kam nur leicht heraus, aber es war endlich wieder trocken. Und somit freute ich mich auf meinen weiteren Weg. Somit lief ich als erstes zum Bäcker um den Tag in Ruhe Starten zu können.

Nach einem ausgiebigem Frühstück setzte ich meinen extra für die Tour neu gekauften Wanderrucksack wieder auf. Ich habe in den wenigen Tagen wo ich diesen habe, mich schon Schockverliebt in ihn, da er super zu tragen war und das Gewicht hervorragend verteilte.

Somit begann der erste Abschnitte den Tages auch entspannter, da es direkt wieder etwas Bergauf ging. Auf halber Höhe des kleinen Berges verlief mein Weg durch einen kleinen Wald. Dieser führte mich direkt zur Rudemskapelle, die mit ihrer tollen Farbe von weitem zu sehen war.

Ein Tag voller Landschaft und Ruhe

Direkt war ich auch wieder im Weinberg und verließ den Wald. Mit einer wunderschönen Aussicht auf die Mosel verlief meine Route mich weiter durch die mit Weinreben gesäumten Weg. Überall sah man Landwirte die begonnen hatten ihre Reben neu festzubinden, sodass der Wein seitwärts an den Drähten wachsen konnte. Langsam bergabführend folgte ich meinem Pfad bis zur Hauptstraße, wo es auf der gegenüberliegenden Seite auch schon wieder Bergauf in den nächsten Wald hinauf ging. Es war, als wäre ich genau den selben Weg schon zuvor gewandert, da der Pfad wieder in einem Weinberg endete und mich wieder mal langsam den Hügel hinunter führte. Ich Blickte die ganze Zeit über links hinunter auf den Ort Ensch.

Der Weg wechselte sich genauso mit den Feldern und Wäldern ab, wie auch das Wetter sie wechselte zwischen Wolken und Sonnenabschnitte. Aber es blieb trocken und dies war das wichtigste für mich. Der Weg führte mich an dem so genannten Zitronenkrämerkreuz vorbei und direkt dahinter wieder an einem weiterem Bildstück.

Eine Oase der Stille

Plötzlich zeigte mir die Jakobsmuschel, die mir den bisherigen Weg so hervorragend Auugeschildert hatte an, dass ich über eine große Wiese laufen sollte. Es war ein wunderschöner Teilabschnitte, denn die Umgebung wirkte so Wild und Frei. Es war vollkommene Stille die mich umgab und auf eine Bank einlud, die eingebettet zwischen riesigen Eichenbäumen und einem sehenswertem Landwehrkreuz zum Verweilen einlud. Ich genoss die Zeit in vollen Zügen und entspannte mich. Natürlich gingen viele Wirre Gedanken durch meinen Kopf, aber genau solch ein Ort war es, der mich dazu ermutigte, wieder einiges an Last aus meinem Kopf hinauszuwerfen. Nach dieser Ruhephase brach ich wieder auf und folgte dem Pfad über die Wiese weiter in Richtung Wald.

Idyllische Momente

Sobald ich einen kurzen Abschnitt Wald hinter mich gebracht hatte, konnte ich wieder die grandiose Aussicht auf die Mosel genießen. Vorbei an Streuobstwiesen und Feldern, verlief mein Weg abwärts in den Ort Schweich. Dort besichtigte ich die Kirche St. Martin und verweilte dort noch ein wenig.

Anschließend verließ ich aber auch schon den Ort, da ich noch einen weiten Weg bis zu meiner Unterkunft hatte. Ich Entschied mich kurzerhand, da das Wetter mitspielte, dass ich noch weiter laufen wollte als eigentlich geplant war für den Tag. Auf dem Weg hinaus aus dem Ort rief ich mehrere Hotels an und schaute anschließend in eine App und fand 2 Dörfer weiter ein Hotel für mich. Schon kurz hinter dem Ausgang der Stadt gelangte ich wieder auf Felder und hatte wieder die Ruhe um mich herum

Am Ende des Weges, erkannte ich am Horizont schon ein wunderschönes Pilgerkreuz, welches neben einer Bank stand. Ich war Fasziniert von dieser Kunstvollen Darbietung. Nachdem ich wieder weiterlief, gelangte ich an meinen letzten Waldabschnitt des Tages. Den nächsten Ort durchlief ich sehr kurz, da mein Weg mich direkt am Ortseingang auch schon wieder Dorf auswärts führte. Ich war echt schlapp nach solch einem langem Tag und entschied mich dafür, dieses Reststück des Weges nochmal schneller zu laufen.

Pilgerstein

Begeisterung und Ziel in Sicht

Somit gelangte ich auf meinen letzten Höhenweg und zu einem riesigem Stahlkreuz mit einer phänomenalen Aussicht auf die Stadt Trier am Horizont. Es war eine Befreiung und Freude zugleich, zu wissen, dass das Ziel so kurz vor mir gelegen war. Beim hinunterlaufen in den Trierer Ortsteil Ehrang, besichtigte ich noch die Kirche St. Peter und kam schon sehr bald darauf an meinem Hotel an.

Das Team war unheimlich freundlich und bot mir zugleich einen heißen Kaffee an. Ich ging mich frisch machen und saß mit dem Team noch den Rest des Abends auf der Terrasse und wir unterhielten uns über meine bisweilige Wanderung. Es war vollbracht. Nur noch ein Tag und ich wäre in Trier angekommen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert